Kinderverbot im Café: Da bin ich als Papa gerne Supermutti

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Ein Hamburger Café (oder Restaurant oder was auch immer) untersagt Kindern unter sechs Jahren den Zutritt. Die Besitzerin will Geld verdienen und schießt nach einem Shitstorm gegen die Supermuttis, die ein Problem mit ihrer Regelung haben.

Und da kann ich als Papa dreier Kinder, zwei davon aktuell noch unter sechs Jahren, nur sagen: Ich bin auch eine Supermutti.

Natürlich steht es Restaurantbetreibern, Eisdielenbesitzern und Café-Verantwortlichen frei, wer hinein darf und wer nicht. Wer keine Kinder in seinem Laden möchte: bitteschön. Derjenige muss dann aber auch auf das Geld vieler Eltern verzichten. Dabei sehe ich nicht nur die angesprochenen „Supermuttis“, sondern auch alle anderen. Mich als Papa eingeschlossen.

Meine Kinder können sich in einem Restaurant oder Café durchaus benehmen. Trinken einen Kakao, einen Apfelsaft oder essen ein Eis oder was auch immer angeboten wird. Selbst wenn sie vorher zuhause wie die Irren herumtoben und für keine fünf Pfennig hören – vor Ort klappt das.

ThorstenF / Pixabay

Die Betreffende aus Hamburg sieht sich durch den Shitstorm im Netz gemobbt. Ihrer Ansicht nach seien die Reaktionen der „Supermuttis“, die sie explizit anspricht und Väter damit völlig außen vor lässt, Mobbing.

Kinder verboten – ist das Diskriminierung?

Ich stelle mir in dem Zusammenhang auch die Frage, ob ein Verbot von Kindern (unter sechs Jahren) in irgendeiner Form Diskriminierung darstellt. Eine ganze Personengruppe wird hierdurch immerhin ausgeschlossen. Das wäre so, als würde man keine Männer hineinlassen – oder keine Frauen.

Ich lebe in Ostfriesland, werde das betreffende Restaurant/Café in Hamburg also wohl nie besuchen (warum auch, mit Kindern) und generell könnte man sagen: das betrifft mich doch gar nicht. Tut es aber. Weil ich Kinder habe.

Klar, ich kann mit meinen drei Kindern ohne Probleme woanders hingehen. Dennoch macht diese Aktion nachdenklich. Es beschäftigt mich, dass Kinder in einem Restaurant ausgeschlossen werden – zumal man das auch noch vom Alter abhängig macht. Beispiel: ein sechsjähriges Kind mit ADHS ist also okay, ein introvertiertes, ruhiges Kind mit 5 Jahren nicht. Okay.

Den 6. Geburtstag feiern wir dann vor Ort…

Obwohl, vielleicht fahre ich doch mal hin, in das Café in Hamburg. Zum sechsten Geburtstag meiner Tochter. Mit zehn Freundinnen und Freunden im gleichen Alter. Wäre doch mal was…

Kurzum: ich stelle mich klar auf die Seite derjenigen, die etwas gegen dieses Verbot haben. Ich finde es nicht gut, Kinder aus Cafés oder Restaurants auszuschließen.

Titelbild: Katrina_S / Pixabay

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