Sechs Euro mehr Kindergeld – ein Grund zum Meckern!?

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Sechs Euro mehr Kindergeld soll es 2015 und 2016 geben.

Dieser Artikel ist ganz anders, als alles andere hier auf familiendingens.de – es ist der Versuch einer Analyse im Bezug auf das Kindergeld, welches in diesem und im kommenden Jahr um insgesamt sechs Euro erhöht wird. Für einige Personen ist das allerdings eher ein Grund, um sich über die Politik auszulassen. Lest selber..

Die Bundesregierung erhöht das Kindergeld. Sechs Euro soll es je Kind mehr geben. Gestaffelt. In diesem Jahr soll es vier Euro mehr im Monat geben, im kommenden Jahr noch einmal zwei Euro mehr.Seit dem Jahr 2002 ist dies ein Wachstum von insgesamt 36 Euro – und damit ein Grund zum Meckern! Das sieht zumindest Linda-Tabea Vehlen so, die sich in ihrem Blogartikel über Manuela Schwesig und ihre Reaktion auf Kritik an der Erhöhung auslässt. Der Artikel auf frauenpanorama.de hat grundsätzlich den Tenor, dass die Familienministerin diesen Titel nicht verdient habe und dass die Erhöhung mindestens bei 600 Euro liegen müsse. Die Aussage, dass es Familien gibt, die mit jedem Euro rechnen müssen nimmt Frau Vehlen ganz und gar auseinander. Immerhin wird Frau Schwesig mit einer Limousine umhergefahren und die Antwort sei somit eine Verhöhnung gegenüber Familien mit geringerem Einkommen.

Am Wochenende teilte die Autorin ihren Blogartikel auf Facebook – und meine Reaktion darauf war recht eindeutig: Ich kann die Aussagen nicht nachvollziehen. 6 Euro mehr – ist doch immerhin etwas. Und davon den Lebensunterhalt bestreiten oder gar einen zusätzlichen Einkauf erledigen (mit Schmalhans als Küchenmeister) soll doch gar keiner. Frau Vehlen unterstellte mir dann recht schnell, dass ich in sechs Euro wohl ein Vermögen sehen würde. Nein, im Gegenteil. Ich weiß, dass sechs Euro für viele Menschen eine Menge Geld sind. Aber das Kindergeld ist und bleibt eine Transferleistung, die ohne ökonomische Gegenleistung gezahlt wird. Man muss lediglich ein Kind bekommen – nichts weiter. Das Kindergeld ist somit ein Geschenk des Staates, das es in vielen anderen Ländern – dazu zählen auch die USA – gar nicht gibt! Über sechs Euro mehr im Monat (pro Kind) sollte man sich dann doch eher freuen, will ich meinen?

Fehlende Argumente an der Kritik

Ich möchte Frau Vehlen keine mangelnde Bildung anheften, allerdings will ich anmerken, dass sie sich vielleicht ein wenig vorschnell geäußert hat und mögliche Kritik überhaupt nicht bedachte. Denn auch die Rechnung einer anderen Kommentatorin auf Facebook, dass sechs Euro JE KIND für den Staat doch eine ganz schöne Mehrbelastung seien, nahm die Autorin des Blogartikels auseinander. Nicht jedoch inhaltlich. Es hatte sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen. Wenn die Argumente fehlen, muss man es eben auf dieser Ebene probieren. Die Option, Frau Vehlen könnte der NPD nahestehen, wies sie sofort zurück. Ihr gutes Recht! Allerdings wurde sie laut eigener Aussage kürzlich von Asylbewerbern überfallen. Kriminelle, die ins Land geholt werden, will sie nicht gutheißen.

Wo da noch der Bezug zur Kindergelderhöhung liegt, erschließt sich mir bis heute nicht. Leider aber hat Frau Vehlen bisher auf eine Aufklärung verzichtet und sich nicht weiter geäußert.

Wem bringt die Kindergelderhöhung einen Vorteil?

Aus meiner Sicht bietet die Erhöhung des Kindergeldes um sechs Euro für alle Eltern einen Vorteil, die nicht zwingend auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Denn es wird nicht nur das Kindergeld erhöht, auch die Kinderfreibeträge steigen – das kann steuerliche Entlastungen mit sich bringen. Der Staat zahlt im Jahr 2016 somit 1,1 Milliarden Euro mehr, wie die tagesschau auf ihrer Webpräsenz aufzeigt.

Insgesamt ist das steigende Kindergeld somit ein Faktor, der vielen Familien „in den Kram passen“ dürfte.

Und wer Hartz IV bezieht, hat davon – unabhängig vom Betrag – sowieso relativ wenig. Denn das Kindergeld wird in vollem Umfang angerechnet. Ein weiterer Aspekt, der von Frau Vehlen vollkommen außer Acht gelassen wird. Ein Aspekt aber, an man eventuell aber ansetzen könnte, sodass auch Leistungsempfänger am Ende mehr Geld im Portemonnaie haben.

Mir ist bewusst, dass es zu diesem Thema ganz sicher diverse Meinungen gibt, positive wie auch negative. Daher freue ich mich wirklich auf eine Diskussion – gerne in den Kommentaren.

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