Wir sollten dankbarer sein

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Wir sollten dankbarer sein. Einfach so. Im Bezug auf unsere Kinder, unser Leben, unseren Lebensstandard. Unseren Alltag, unsere Freunde, unsere Familie.

Wir haben ein Dach über dem Kopf, können täglich die Einkäufe erledigen. Unsere Kinder bekommen passende Betreuung im Kindergarten, Bildung kostenlos in der Schule und können in ihrer Freizeit zum Sport gehen. Sie sind gesund, haben ein warmes Bett und passende Kleidung. Sie lernen die Welt kennen, lernen jeden Tag neue Dinge und sind von Natur aus neugierig.

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Und doch gibt es so viele Dinge, über die wir uns aufregen. Die uns nicht passen. Wir meckern. Auf hohem Niveau wie ich meine. Wir meckern, weil ein Glas umkippt. Weil der Apfelsaft auf dem Boden klebrige Flecken hinterlässt. Wir meckern, weil die Kinder ihr Zimmer nicht aufräumen. Weil dann der Staubsauger nicht genutzt werden kann. Wir meckern, wenn die Kinder trödeln. Weil man dann zu spät zu einem Termin kommen könnte.


Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Nahezu jeden Tag gibt es Dinge, die wir bemängeln, an denen wir uns stören. Dinge, die eigentlich und mit etwas Abstand betrachtet gar nicht so schlimm sind. Ein Glas kippt um? Dann wird der Saft eben aufgewischt. Das Kinderzimmer liegt voller Spielzeug? Schön, die Kinder hatten ihren Spaß. Die Kinder trödeln? Dann kommen wir eben einige Minuten später an. Umbringen wird uns das nicht.

nora_papaWir haben in Deutschland und generell in weiten Teilen Europas einen sehr hohen Lebensstandard. Unsere Kinder können Kindergärten und Schulen besuchen, bekommen täglich warme Mahlzeiten und sind – in vielen Fällen – gesund. Zumindest bei uns zuhause spielt das eine Rolle. Nach der Schwangerschaft mit Jano und den erweiterten Hirnventrikeln ist es nicht einfach so als selbstverständlich anzusehen, dass alle Kinder vollkommen gesund sind und ich toll entwickeln.

Dennoch hat man manchmal das Gefühl, dass alles nicht so läuft, wie es sollte. Die Kinder meckern, weil es nicht noch ein Eis gibt – warum eigentlich nicht? – oder weil es irgendwann ins Bett geht. Und wir als Eltern lassen uns davon stressen. Wir regen uns auf, warum die Kinder nicht hören, nicht das tun, was wir gerne möchten.

Wir müssen uns darüber klar werden, dass es sich jeweils um eigene Persönlichkeiten handelt. Sind sie auch noch so klein. Dann geht es eben mal eine halbe Stunde später ins Bett, es gibt zwei oder drei Eis statt nur einem.

Und wir sehen, dass die Kinder zufrieden sind. Dass sie trotz fortgeschrittener Stunde zufrieden und ausgelassen sind, ihre Kindheit genießen und genüsslich ihr Eis schlecken. Und in solchen Momenten sieht man irgendwo, irgendwie und vollkommen unerwartet, dass es auch ganz anders sein kann. Man trifft die Mutter, die ihren großen Sohn im Rollstuhl schiebt, ein Kind, welches nicht alleine laufen kann. Und dann wird man ganz ruhig. Man erkennt, wie gut [oder besser: einfach] man es eigentlich hat. Wie zufrieden man sein kann. Wie dankbar. Man hat alles, was man zum Glücklichsein braucht. Man muss es nur erkennen und sich das auch immer wieder vor Augen führen.

Genau daran arbeiten wir. Wir wollen das Leben genießen. In allen Facetten. Fünf gerade sein lassen. Uns über das Wachsen und Gedeihen unserer Kinder freuen. Ihre Gesundheit schätzen und unser Glück zum Ausdruck bringen.

Wenn uns das gelingt sind wir auf einem guten Weg…

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