FAMILIENDINGENS

Patchwork-Chaos mit drei Kindern

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Hallöchen,

Berlin ist irgendwie schon wieder ein ganzes Stückchen weg und wir planen längst den nächsten Wochenend-Trip. Dennoch gibt es über das Mai-Wochenende in der Hauptstadt noch so viel zu erzählen. Was man dort mit Kindern alles machen kann, wie es uns gefallen hat – und, ja, und wie Jano auf einmal keine Füße mehr hatte.

Unseren Buggy hatten wir kurz vor der Fahrt nach Berlin verkauft. Jano brauchte diesen nicht mehr, wollte ständig und immer laufen und Nora hat ihren Kinderwagen. Außerdem – so dachten wir – gibt es in Berlin für die Jungs so viel zu entdecken, dass Jano gar nicht in einen Buggy zu bekommen wäre. Beim ersten kleinen Spaziergang rund um das Hotel war das auch so. Er lief schön bei uns, inspizierte die Umgebung und war zufrieden. Der Weg zur Blogfamilia war da bereits komplizierter. Jano war alles zu viel, zu groß und zu fremd – er wollte auf den Arm.

Müdes Kind = tragen lassen

Klar, er war müde, hatte weniger geschlafen als sonst und die Großstadt machte ihm sicherlich auch etwas Angst. Bei der Blogfamilia war davon nichts mehr zu sehen. Jano spielte mit den anderen Kindern, rannte herum und war ausgelassen. Der Rückweg zum Hotel war allerdings eine – so war es tatsächlich – Katastrophe! Er war quengelig, nörgelte herum und wollte keinesfalls den Berliner Boden mit den Füßen berühren. Nora auf dem Arm und Jano im Kinderwagen war aber auch nur bedingt toll – fand er.

Er suchte die Nähe, wollte auf den Arm. Wir dachten uns, dass sich das in den kommenden Tagen in Berlin sicherlich ändern würde. Im Hotel dauerte es zumindest keine fünf Minuten und er schlief. Tief und fest und bis zum nächsten Morgen durch.

Tag 2 in Berlin: Jano kann laufen…

Der nächste Morgen war auch schon deutlich entspannter. Jano lief, schaute sich interessiert alles an – und wollte dann wieder auf dem Arm. Nach geschätzten 20 Metern. Über eBay Kleinanzeigen suchten wir bereits nach einer Möglichkeit, günstig an einen Buggy zu gelangen als Carina auf einmal die Idee hatte: Eine Rückentrage.

Ein Anruf bei einem Berliner Trage-Laden lenkte unseren Blick auf das Tragenetzwerk, worüber wir – vor dem MachMit Museum stehend – auf das kleine Geschäft von Madame Jordan aufmerksam wurden. Dort sollte es die Möglichkeit geben, Tragen auszuleihen.

Und wir hatten Glück. Nach unserem Besuch im Museum konnten wir dort vorbeikommen und uns entsprechend ausstatten. Noch mehr Glück hatten wir bei der Entfernung: Gerade einmal 900 Meter trennten uns vom Ladenlokal, sodass wir pünktlich zur Ladenöffnung bei Madame Jordan ankamen.

Jano in der Trage

Schnell war vor Ort die passende Trage ausgesucht, die Kaution per PayPal bezahlt und Jano in der Trage untergebracht. An meinem Rücken gelehnt dauerte es danach keine fünf Minuten und er war eingeschlafen und mehr als zufrieden.

Fazit: Kleine Jungs haben manchmal große Großstadtangst!

Jano hat die nächsten Tage in Berlin größtenteils auf meinem Rücken verbracht und sich durch Berlin tragen lassen. Zum Checkpoint Charlie, zum Brandenburger Tor und zu vielen anderen Orten in der Hauptstadt.

So konnten wir ihm die – augenscheinliche – Angst vor der Großstadt nehmen und er fühlte sich wohl. Schon als Baby liebte er es, getragen zu werden – scheinbar hat sich das bisher noch nicht geändert. Unser Dank geht noch einmal an das Team von Madame Jordan! Dank der Trage wurde unser Berlin-Trip nicht zu einem Fiasko mit Quengelkind und wir konnten Berlin entspannt und mit zufriedenem Nachwuchs erleben.

One thought on “Großstadtangst

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