FAMILIENDINGENS

Patchwork-Chaos mit drei Kindern

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Hallo,

wir haben lange überlegt, ob wir diesen Artikel öffentlich oder privat veröffentlichen. Vor allem, weil es durchaus ein intimeres Thema ist und es einige Untersuchungsbefunde weniger schön ausgefallen sind. Letztlich haben wir uns dann entschieden, kein Passwort zu setzen, da man in diesem Fall nicht immer alles dreimal erklären muss und sich jeder sein eigenes Bild machen kann. Fragen sind natürlich trotzdem erlaubt, niemand muss uns nun aus dem Weg gehen oder sich mühsam durch das Web googlen.

Erstmal zum erfreulichen Teil. Der Zuckerbelastungstest war absolut in Ordnung, eine Schwangerschaftsdiabetes ist daher so gut wie ausgeschlossen.

Weniger erfreulich war allerdings das Ergebnis der Feindiagnostik gestern in Bremen. Erst fiel uns vor der Abfahrt die Seitenscheibe des Autos heraus, sodass wir dann mit dem „Ersatzfahrzeug“ fahren mussten und erst einmal zu spät kamen. Der Grund für die 2. Feindiagnostik bei Dr. Frenz in Bremen waren verminderte Kindsbewegungen, sodass der Frauenarzt entschied, dass eine zweite Meinung durchaus nicht schlecht wäre.

Inzwischen sind die Bewegungen allerdings wieder mehr geworden, sodass wir letztlich von einer Routineuntersuchung ohne Befund ausgingen. Allerdings kam es anders: bei der Untersuchung waren erst einmal alle Werte unauffällig, das Baby ist gut gewachsen und ist zeitgerecht entwickelt. Ein Wert allerdings war auffällig. Die Seitenventrikel im Gehirn (dort ist das Gehirnwasser gelagert) sind erweitert. Während der erhöhte Normwert bei 8 bis 10 mm liegt, liegt er bei unserem Baby bei 10,2 mm.

Dies stellt – fachlich ausgedrückt – einen eindeutig pathologischen Befund dar. Auf deutsch: da stimmt irgendetwas nicht. Die erweiterten Seitenventrikel sind nun ein Softmarker auf eine Erkrankung wie z.B. eine Chromosomenanomalie (bspw. Trisomie 18) oder einen sogenannten Wasserkopf, der sich daraus entwickeln kann. Außerdem könnte auch eine Infektion (z.B. Cytomegalie oder Toxoplasmose) für den erhöhten Wert verantwortlich sein. Um dies genauer abzuklären wurde nun eine Blutprobe für den TORCH-Test ((T)oxoplasmose, (O)thers, (R)öteln, (C)ytomegalie, (H)erpes simplex) entnommen. Diese Werte sind allerdings erst in der nächsten Woche zu erwarten.

In vier Wochen müssen wir nun erneut zur Feindiagnostik. Wir hoffen nun natürlich, dass sich der Wert bis dahin normalisiert hat oder (zumindest) nicht noch auffälliger geworden ist. Sollte er gleichbleibend oder weiter erhöht sein, wird eine Fruchtwasseruntersuchung folgen um Chromosomenfehler auszuschließen.

Wir versuchen nun, uns nicht verrückt zu machen (was wirklich schwer ist) und auf die Dinge, die da kommen zu warten. Denn noch ist ja auch gar nicht klar, was oder dass überhaupt eine Erkrankung vorliegt. Theoretisch könnte der erhöhte Wert auch nur eine Abweichung von der Norm sein, im schlimmsten Falle eben eine schwerwiegende Erkrankung.

Mehr als abwarten bleibt da nicht… 🙁

12 thoughts on “Feindiagnostik (auffälliger Befund)

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